Tagebuch des Überlebens (Щоденник виживання)

Tagebuch des Überlebens (Щоденник виживання)

von Pavlo Arie

Szenische Lesung mit Cynthia Buchheim und Melanie Seeland

Spieltermine: 16.7. (Premiere), 22.7. und 13.8., jeweils 19.30 Uhr

In seinem Tagebuch beschreibt Pavlo Arie das Leben und die täglichen Sorgen im Krieg. Dabei findet er eindrückliche Worte über Hoffnung und Angst im veränderten Alltag.

„Mein Tagebuch ist die Geschichte eines Menschen, der nicht zur Maschinenpistole oder zum Molotowcocktail greifen kann, greifen will.“   (Pavlo Arie in „Tagebuch des Überlebens“)

Die ersten zwei Kriegswochen in der Ukraine, die der Autor in seinem Tagebuch beschreibt, lassen einen sprachlos und erschüttert zurück. Durch die mediale Berichterstattung glaubt man, bereits alles zu wissen, alles gesehen zu haben. Aber mit seinem Tagebuch eröffnet einem Pavlo Arie mit klaren, aber sehr emotionalen Worten nochmals einen ganz anderen Blick auf den Krieg in der Ukraine.

Geboren 1975 in Lwiw lebte Pavlo Arie bis zu seiner Flucht im März 2022 als Buchautor, Konzeptkünstler und Übersetzer in Lwiw und Köln. Er ist Gewinner zahlreicher namhafter Preise sowie Chefdramaturg des Left Bank Theatre Kyjiw.

Die ersten zwei Wochen nach Kriegsbeginn harrte Arie in der Ukraine aus und stellte mit seinen täglichen Besuchen und Posts vom Theatergebäude eine wichtige Brücke für geflohene Mitarbeiter dar. In dieser Zeit entstanden auch seine Aufzeichnungen.

Seit seiner Ankunft in Deutschland arbeitet er an Netzwerken, Hilfsstrukturen und Arbeitsmöglichkeiten für geflohene ukrainische Künstler und ist im Projekt „Stories from Exile“ tätig.

„ Birgit fragte mich, ob mein Tagebuch nicht auch für andere nützlich sein könnte. Ich habe keine Antwort auf diese Frage. Doch ich verstand, dass mein Tagebuch vielleicht an anderen Orten, dort, wo es keinen Krieg gibt, dort, wo man den Krieg längst vergessen hat, hilft, Menschen Gehör zu verschaffen, für die der Krieg von einem Moment auf den andern zur allumfassenden Realität geworden ist.“ (Pavlo Arie in „Tagebuch des Überlebens“)

Aus den bekannt-dringlichen Gründen ist eine Zusammenarbeit mit ukrainischen Künstler*innen für die Andere Welt Bühne wünschenswert wie selbstverständlich. Im Rahmen unserer Lesung werden Spenden für die von Pavlo Arie gegründete gemeinnützige Organisation Ukrainian Artistic Task Force für ukrainische Bühnenkünstler*innen gesammelt.