Workshops

Über die Schaffung einer Theaterspielstätte hinaus sehen wir die Aufgabe einer Kulturstätte auch in der Vermittlung kulturellen und gesellschaftlichen Austausches. Die Organisation und Ausführung von Workshops, Begegnungen und künstlerischer Vermittlung zum Beispiel in Form von Jugendgruppen und der Einbindung lokaler Gruppen liegt uns am Herzen.

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Die ersten Termine für die Workshopreihe zum Thema 30 Jahre Grenzöffnung für den dritten und letzten Teil unserer Themenreihe Verortung stehen fest:

1. Historische Recherche – 12.,19. und 20.3.2019,12.00 – 17.00 Uhr

 

Anhand von Literatur seit ́89, Filmen und O-Tönen findet eine Auswertung von dokumentarischem Material statt als Beispiel eines Wandels in der historischen Betrachtung der Ergebnisse.

Unter Einbeziehung von soziologischen Herangehensweisen wie Interviews und Fragebogen werden Erfahrungsberichte von Bürgerinnen und Bürgern aus Ost und West gesammelt.
Wir befragen Bürgerinnen und Bürger speziell aus Brandenburg nach ihren Erfahrungen, Meinungen und Erinnerungen. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf ein breites Spektrum der Befragten hinsichtlich des Alters, der Berufe, Ausbildung und der verschiedenen Sozialisationen, um eine Vielzahl an zeitlich und räumlich unterschiedlichen Sichtweisen einzufangen.

Wie sieht die persönliche Landkarte aus, das Gebiet des einst geteilten Landes, abgebildet in biografischen Linien und Mustern. Die Kartografie der weißen Flecken, auf alten und neuen Gebieten. Gebiete sowohl geografisch als auch thematisch und persönlich. Der dringende Wunsch nach Einheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Phantome revolutionärer Attitüden an den Zeitwenden oder Normalität für Entdecker und Okkupatoren?

Der Fall der Mauer generiert Grenzen ohne Hoheitsgebiete. Kommunikation über Sprachlosigkeit. Der Ort in der Bewegung. Nachbarschaft der Fremden.

Im Vordergrund stehen hier Fragen nach kulturellen Unterschieden in Ost- und West- Deutschland. Woran werden diese Unterschiede bis heute sichtbar? Ist es überhaupt möglich, sich jemals ganz zu verstehen, obwohl man dieselbe Sprache spricht?

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2. Sinnstiftender Diskurs mit Migrantinnen und Migranten, Bürgerinnen und Bürgern über die Gestaltung von gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen.

Ende März – Termine folgen in Kürze

In Form eines mehrtägigen Workshops soll der Kontakt zwischen Neu- und Alt- Brandenburgerinnen und -Brandenburgern hergestellt werden. Fragen nach Ort und Raum, welche Rolle spielt Gesellschaft und kulturelle sowie politische Zugehörigkeit, werden sowohl im Diskurs als auch spielerisch unter zur Hilfenahme von theatralen Mitteln zur Kommunikation, erörtert. Ziel ist ein sinnstiftendes Erlebnis in Form eines partizipativen Prozesses zur aktiven gemeinsamen Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens mit Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Kreisen.

Ziel des Workshops ist sowohl die Vermittlung eines historischen und kulturellen Verständnisses der deutschen Geschichte ebenso, wie ein sinnstiftendes Erlebnis über die Teilhabe an der Gestaltung eines Prozesses über zwingende gesellschaftliche Fragen unserer Zeit in einem geschützten Rahmen. Dies soll im besten Falle als motivierendes Erlebnis zur gesellschaftlichen Teilhabe anregen.

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2017:

In einem fünftägigen Schauspielworkshop mit Migrantinnen und Migranten aus der Gemeinschaftsunterkunft in Gusow wurden schauspielrische Grundlagen erlernt und das Verhalten vor der Kamera geprobt. In Gesprächsrunden zum Thema Ungleichheiten wurde die Grundlage für den Kurzfilm Un_Gleich debattiert, welcher an drei späteren Drehtagen gemeinsam gedreht wurde.

Presse

2017:

Im Vorfeld der Theaterproduktion „Pikeslust“ erforschten wir gemeinsam mit Strausberger*innen, dem Verein Midria e.V., der Integrationsklasse des Oberstufenzentrums in Strausberg, dem Bunkerexperten Martin Kaule, sowie Experten aus der Naturwissenschaft das ehemalige Postbunkergelände in Strausberg. Die Ergebnisse aus den Workshops bildeten die kultur- und naturwissenschaftliche Grundlage für die spätere Stückentwicklung.