die Andere Welt Bühne – Programm Juli und August:

21. Juli 19.30 Uhr, Lesung

Hommage an Christa Wolf

„Ich hab oft gesagt, dass es über unsere Zeit leider später mal keine Briefliteratur geben wird, weil kein Mensch mehr Briefe schreibt …“
schrieb Christa Wolf einst an Brigitte Reimann.

Die Lesung möchte an Christa Wolf erinnern, die jede Menge Briefe geschrieben hat. – Christa Wolf in Briefen an Schriftstellerkolleginnen und -kollegen, wie Anna Seghers, Brigitte Reimann, an den Schriftstellerverband u. a.
Briefe übers Schreiben, über Zweifel und Verzweiflung, Briefe, die Mut machen sollen, Briefe über den ganz normalen Alltag.
Wir möchten unser Publikum eintauchen lassen in die Zeit der kleinen und großen Widerstände, Nöte und Hoffnungen der Sechziger, Siebziger und Achtziger Jahre in der DDR.

Es lesen: Inés Burdow und Melanie Seeland
Eintritt: 10,- und ermäßig: 8,- Euro

 

28. Juli 19.30 Uhr, Premiere

Das Ziel ist im Weg

„Ihr wollt eine konservative Revolution? – Ihr könnt uns mal!“
Ein rasanter Theaterabend in der Auseinandersetzung mit Ernst Jüngers Waldgang; trashig, dreckig und in 10 Tagen auf die Bühne gebracht.

Die Damen sind im Wald gelandet: Beatrix und Helena wenden dort allein und gemeinsam die Fragen und Antworten der Jetztzeit hin und her und scheitern (vorläufig?) immer wieder an der unterkomplexen Betrachtung der komplexen Gemengelage. Klima, Migration, Kriege, Konzerndiktaturen … gequirlte Grütze.
Anarchistinnen beide, wenn auch aus unterschiedlichen Lagern und mit verschiedenen Visionen, suchen sie die notwendigen elementaren Begriffe (wieder) anzusiedeln: Freiheit, Selbstbestimmung, Widerstand. Der Anfang heißt: Ich baue mir ein Haus. Ganz einfach.
Finden diese beiden innerhalb dieses Abends den Ausweg aus dem Gewirr heraus, in den Wald hinein, einen Pfad in die richtige Richtung? Jedenfalls nehmen sie immer wieder Anlauf und: was soll’s, egal!
„Denn das Schöne bedeutet das mögliche Ende der Schrecken.“ Und das Lustige vielleicht auch!

Schauspiel: Inés Burdow, Melanie Seeland
Regie: Matthias Merkle
Eintritt: 10,- und ermäßig: 8,- Euro

 

4. August 19.30 Uhr

Das Ziel ist im Weg

„Ihr wollt eine konservative Revolution? – Ihr könnt uns mal!“
Ein rasanter Theaterabend in der Auseinandersetzung mit Ernst Jüngers Waldgang; trashig, dreckig und in 10 Tagen auf die Bühne gebracht.

Die Damen sind im Wald gelandet: Beatrix und Helena wenden dort allein und gemeinsam die Fragen und Antworten der Jetztzeit hin und her und scheitern (vorläufig?) immer wieder an der unterkomplexen Betrachtung der komplexen Gemengelage. Klima, Migration, Kriege, Konzerndiktaturen … gequirlte Grütze.
Anarchistinnen beide, wenn auch aus unterschiedlichen Lagern und mit verschiedenen Visionen, suchen sie die notwendigen elementaren Begriffe (wieder) anzusiedeln: Freiheit, Selbstbestimmung, Widerstand. Der Anfang heißt: Ich baue mir ein Haus. Ganz einfach.
Finden diese beiden innerhalb dieses Abends den Ausweg aus dem Gewirr heraus, in den Wald hinein, einen Pfad in die richtige Richtung? Jedenfalls nehmen sie immer wieder Anlauf und: was soll’s, egal!
„Denn das Schöne bedeutet das mögliche Ende der Schrecken.“ Und das Lustige vielleicht auch!

Schauspiel: Inés Burdow, Melanie Seeland
Regie: Matthias Merkle
Eintritt: 10,- und ermäßig: 8,- Euro

 

5. August 11.30 Uhr, Matinee

„Wer wir waren“, Roger Willemsen

„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“ (Roger Willemsen)
Eine Rede zur Gegenwart und zur Zukunft, über die Verantwortung jedes Einzelnen für sich selbst und für die Gemeinschaft.
Roger Willemsens letztes Buch sollte ›Wer wir waren‹ heißen. Es sollte die Versäumnisse der Gegenwart aus der Perspektive derjenigen erzählen, die nach uns leben werden. Dieses Buch werden wir nie lesen können. Umso stärker wirkt die Rede, die Roger Willemsen noch im Juli 2015 gehalten hat: Sie ist nicht nur das melancholische Resümee und die scharfe Analyse eines außergewöhnlichen Zeitgenossen, sondern zugleich das leidenschaftliche Plädoyer für eine ‚Abspaltung aus der Rasanz der Zeit‘. Sie ist ein Aufruf an die nächste Generation, sich nicht einverstanden zu erklären. Roger Willemsen hat diese Rede am 24. Juli 2015 gehalten. Es war sein letzter öffentlicher Auftritt.

Roger Willemsen, geboren 1955 in Bonn, gestorben 2016 in Wentorf bei Hamburg, arbeitete zunächst als Dozent, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Wichtige Veröffentlichungen: Die Enden der Welt, Der Knacks, Momentum und Das Hohe Haus.

Die Rede eines großes Autors gelesen von Inés Burdow und Melanie Seeland
Eintritt: 10,- und ermäßig: 8,- Euro

 

11. August 19.30 Uhr

Das Ziel ist im Weg

„Ihr wollt eine konservative Revolution? – Ihr könnt uns mal!“
Ein rasanter Theaterabend in der Auseinandersetzung mit Ernst Jüngers Waldgang; trashig, dreckig und in 10 Tagen auf die Bühne gebracht.

Die Damen sind im Wald gelandet: Beatrix und Helena wenden dort allein und gemeinsam die Fragen und Antworten der Jetztzeit hin und her und scheitern (vorläufig?) immer wieder an der unterkomplexen Betrachtung der komplexen Gemengelage. Klima, Migration, Kriege, Konzerndiktaturen … gequirlte Grütze.
Anarchistinnen beide, wenn auch aus unterschiedlichen Lagern und mit verschiedenen Visionen, suchen sie die notwendigen elementaren Begriffe (wieder) anzusiedeln: Freiheit, Selbstbestimmung, Widerstand. Der Anfang heißt: Ich baue mir ein Haus. Ganz einfach.
Finden diese beiden innerhalb dieses Abends den Ausweg aus dem Gewirr heraus, in den Wald hinein, einen Pfad in die richtige Richtung? Jedenfalls nehmen sie immer wieder Anlauf und: was soll’s, egal!
„Denn das Schöne bedeutet das mögliche Ende der Schrecken.“ Und das Lustige vielleicht auch!

Schauspiel: Inés Burdow, Melanie Seeland
Regie: Matthias Merkle
Eintritt: 10,- und ermäßig: 8,- Euro

24. August 19.30 Uhr, Kurzfilm und Konzert

Un_Gleich Kurzfilm, im Anschluss Mohamad Fityan

Alle Menschen sind gleich.
Genauso gut könnte man aber auch sagen: Alle Menschen sind ungleich.
Aus Unterschieden speisen sich unsere Individualität, unser persönliches Selbstverständnis, unsere Ambitionen, unser Treiben und Tun, das Fortschreiten der Menschheit.

Es gibt aber Ungleichheiten und Ungleichheiten: die gegebenen – unsere Haarfarbe, unsere Körpergröße, unser Geburtsort oder unsere Sprache – und die „produzierten“, die weit mehr Bedeutung für unsere verschieden verlaufenden Lebenswege haben: unterschiedliche Chancen, unterschiedliche finanzielle Möglichkeiten, unterschiedlicher Zugang zu Wissen und Bildung. Diese Ungleichheiten werden vor allem von der marktwirtschaftlichen Ausrichtung der globalen Ökonomie hervorgebracht, die diese Ungleichheiten braucht, herstellt und manifestiert.

Angesichts der offenkundigen politischen Brisanz und des Anspruchs möchten wir mit künstlerischen Mitteln einen Beitrag zur Debatte zu leisten. Der Begriff der Ungleichheit, der Eindruck von Anders-Sein, Fremd-Sein wird auf allen Seiten als bedeutsam erlebt, diskutiert, bewertet; im Begriff der „Ungleichheit“ nehmen wir hier die konzeptionelle und ausdrucksstarke Zuspitzung an.

Im Anschluss an den Kurzfilm freuen wir uns auf die Musik von Mohamad Fityan.

Mohamad Fityan ( geb. 1984 in Aleppo, Syrien ) ist ein syrischer Musiker und Komponist, der besonders für sein herausragendes Können auf der Nay und der Kawala bekannt ist.
Fityan absolvierte sein Studium bei Mohamad Kassas und Berj Kassis am Higher Institute of Music in Damaskus, das er 2010 erfolgreich beendete. Als Solist trat er weltweit mit verschiedenen internationalen Orchestern und Bands auf, unter anderem mit dem Syrian National Orchestra, dem Syrian Jazz Big Band Orchestra, den Berliner Symphonikern, dem Brüsseler Jazz Orchester, der Bayerischen Philharmonie, dem Fanfare du Loup Orchestra, der Codarts & Royal Conservatory Big Band oder dem Sarband Ensemble. Während seiner gesamten Karriere spielte er Konzerte in Europa, Asien, Nordafrika, dem Mittleren Osten und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

 

Karten reservieren: wasserwerk@anderewelt.org